netbib weblog

Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Literaturverwaltungsprogramm Bibliographix jetzt Freeware

Bibliographix war vor einiger Zeit der Konkurrent von Citavi und ist ins Hintertreffen geraten, weil es kostenpflichtig war. In der Funktionalität war es durchaus vergleichbar, weitgehend intuitiv zu bedienen und mit einem guten Handbuch versehen. Jetzt kam die Versionsnummer 9 heraus, die kostenlos angeboten wird!
bibliographix
Christian Rapp beschreibt auf Lehren und Lernen im 21. Jahrhundert in einem Post die Neuerungen, stellt in einem weiteren Beitrag den „Ideenmanager“ vor (ja, einen solchen gibt es auch hier!), und gibt dann noch eine Beschreibung, wie man Ergebnisse aus Google Scholar in Bibliographix einpflegt.
Christian meint, man könne recht leicht via Dropbox oder ähnlicher Storage-Dienste von verschiedenen Geräten aus mit einer Datenbank arbeiten oder eben auch als Arbeitsgruppe eine Datenbank nutzen. Allerdings wird im Handbuch hierzu der Hinweis gegeben, dass alle Daten in einer Datei liegen und die gesamte Datei geändert wird, wenn auch nur ein Komma verändert wird. Bei geringer Bandbreite kann das Schwierigkeiten bereiten, das sollte man bedenken!
Was ich zudem aus bibliothekarischer Sicht etwas bedauere ist, dass die einstmals stark betonte Verschlagwortung in den Hintergrund gerückt ist, man vergibt „Kategorien“. Früher konnte man keinen Aufsatz, keine Idee abspeichern, ehe man nicht verschlagwortet hatte. Nun, wahrscheinlich trifft es eher die Realität der Benutzer, die in der Praxis eh wenige tags vergeben. Gut dagegen sind die vielfältigen Verknüpfungsmöglichkeiten und unter „Empfehlungen“ eine Recommender-Funktionalität.
Jedenfalls: Es wird empfohlen, dieses Programm neben Citavi als weitere Option in die Tutorials und Schulungsaktivitäten aufzunehmen!

5 Kommentare

  1. Dropbox synchronisiert bei Änderungen nie die gesamte Datei, sondern nur den Teil, in dem Änderungen stattgefunden haben. Wenn sich in einer Datei nur ein Komma ändert, wird auch nur dieser Teil hochgeladen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Dropbox:
    „Bei Änderungen innerhalb einer Datei werden nur die geänderten Bereiche übertragen.“

  2. Hallo,
    ich bin der Autor von Bx. Es hat mich überrascht, dass Sie den Eindruck hatten, die Verschlagwortung sei in den Hintergrund gerutscht. Sie haben Recht: Das Nörgeln bei nicht verschlagworteten Quellen gibt es nicht mehr, aber, wie Sie das richtig sehen, kann man die Leute zu ihrem Glück ja nicht zwingen 😉
    Bei dem Redisign für die aktuelle Version 9 war mir wichtig, die TagCloud stärker in den Fokus zu rücken, d.h. die Suche nach Kategorien/Schlagwörtern, bei der die Liste vorhandener Kategorien jeweils wieder neu aufgebaut wird. Diese Suchfunktion ist (wenn Sie das wollen) jetzt permanent sichtbar. Die Option haben Sie in Ihrem Screenshot deaktiviert 😉 Ich glaube, es ist schwierig, den Nutzen von Schlagwörtern zu kommunizieren, denn wenn die Datenbank klein ist, braucht man keine und wenn sie groß ist, wären sie hilfreich, sind aber nicht da und ein Nachholen der Verschlagwortung ist dann ein ziemlich dickes Brett.

    Mit freundlichen Grüßen
    Olaf Winkelhake

  3. Lieber Herr Winkelhake,

    danke für die Rückmeldung! Und mit „Ich glaube, es ist schwierig, den Nutzen von Schlagwörtern zu kommunizieren, (…)“ haben Sie Recht, das wird jede/r Biblitohekar/in Ihnen bestätigen können! 🙂
    Ansonsten bin ich noch am Ausprobieren und werde sicher noch das eine oder andere entdecken.

    Viele Grüße

    Jürgen Plieninger

  4. Pingback: Gelesen in Biblioblogs (1.KW’12) « Lesewolke

  5. Pingback: Bibliographix in neuer (kostenloser) Version verfügbar « Literaturverwaltung & Bibliotheken