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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

normale Geschäftspraktiken…

Der Spiegel berichtet über die Praktiken des Elsevier-Verlages, der nach eigene Aussage „aufwendige Dienstleistungen für Wissenschaftler und Bibliotheken erbring(t)“. Von Wissenschaftlern wird berichtet, das die aufwendigen Dienstleistungen wie Korrekturlesen (lassen), Peer Reviews, Formatierungen des Textes u.a. allerdings entweder von ihnen selbst oder von anderen KollegInnen erledigt werden, selbstverständlich ohne finanzielle Gegenleistung. Vergleiche auch die Begeisterung über die tollen aufwendigen Dienstleistung von Verlagen hier, Zitat: “I WANT TO VOMIT IN GRATITUDE.”

Ein paar völlig normale „aufwendige Dienstleistungen für Bibliotheken“ habe ich übrigens letzes Jahr beschrieben: eBooks und Standardprobleme. Wie man hört, ist es nicht besser geworden…

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

2 Kommentare

  1. Aufwändig ist auch das Organisieren von gegenseitigen Referenzierungen, damit der Laden läuft. Sie den FAZ-Artikel, der letzt erschien. – Ein kleines Ratespiel zum Wochenende: Die im Artikel genannte Zeitschrift „Journal of Business Research“, in welchem Verlag ist sie wohl erschienen?

  2. Zum Formatieren von Texten gibt es eine interessante Anekdote von Mendeley-Gründer Victor Henning. (BibCamp-Teilnehmer kennen Victor eventuell persönlich, er hatte vor zwei Jahren am 3. BibCamp, in Hannover, teilgenommen.)
    Letzte Woche gabe es eine prominent besetzte Podiumsdiskussion zum Thema „Open Science“ an der Uni Oxford, bei der auch Victor auf dem Podium saß. (Komplettes Video hier: http://youtu.be/yELZ3kbFj1w sowie in hoher Auflösung bei iTunes U.) Ungefähr ab 1:35 geht es um Copy Editing, Proofreading, Typesetting etc., und ob das Sachen sind, die immer zu einem teuren Gesamt-Dienstepaket eines Verlags gehören müssen, oder ob man das nicht auch anders regeln könne…
    Dazu erzählt Victor (ungefähr bei 1:41), daß die indischen Firmen, von denen Elsevier und Co. genau diese Arbeiten erledigen lassen, an Mendeley herangetreten sind mit dem Vorschlag, diese Dienste viel billiger und einfacher direkt an die Autoren zu verkaufen. 🙂