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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Leseförderung einmal anders

Man könnte es geradezu volksbibliothekarisch nennen, was da bei Fleischmann.org in den News mit dem Link hinter „Wer liest, kommt früher raus“ steht, ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung, auf die ich hier mal nicht verlinke.
Der Inhalt: Häftlinge können durch Lesen von Büchern und Inhaltsreferate ihre Haftzeit um 48 Tage pro Jahr verkürzen. Eine Win-Win-Situation, möchte man meinen: Die Häftlinge bilden sich und werden dadurch sozial reintegriert, der brasilianische Staat spart Platz in den überfüllten Gefängnissen. Und die Gefängnisbibliothekarin/der Gefängnisbibliothekar ist Queen/King, möchte man meinen. Oder ist das doch nicht so positiv zu werten? Warum gibt es wohl keine Öffentlichen Bibliotheken mehr, in denen man gezwungen wird, bei der Entleihung „trivialer“ Literatur auch ein „ernstes“ Werk mit zu entleihen? Tja, warum wohl?

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