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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Mein Michel, was willst Du noch mehr?

Tja, der Michel… Vielleicht wird’s demnächst ein wenig eindimensional hier auf dem Blog oder auf anderen, weil ein Teil der Grundlagen, nämlich die Presseberichte wegfallen werden. Soll doch jede/r ihre/seine Nase in die eigene Zeitung stecken! Zwar wurden die Blogger im Gesetzesentwurf von Lizenzpflichten ausgenommen, aber dafür sollen andere, insbesondere die Suchmaschinen, insbesondere eine Suchmaschine blechen. Manche werden sagen, wenn diese Suchmaschine jetzt noch gegen das Leistungsschutzrecht mobil macht, dann habe das ja mit wirtschaftlichen Interessen zu tun. Sicher auch. Vielleicht aber auch mit unseren Interessen, gut informiert zu werden, einen Blick über den Tellerrand tun zu können, in gewisser Form eine Öffentlichkeit herzustellen? Wenn Google die Suchergebnisse ausschaltet, dann werden die Berichte aus der Presse hier in diesem Blog nicht mehr möglich sein. Folglich brechen die Quellen weg, man wird eher auf die Berichte in Bibliothekszeitschriften angewiesen sein, die monatlich oder zweimonatlich herauskommen…
Wer sich noch einmal fachlich-sachlich schlau machen möchte in Sachen Leistungsschutzrecht, kann diese Expertise des Max-Planck-Instituts für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht lesen.
Ansonsten wird das heute Nacht 01.50-02.25 Uhr im Bundestag behandelt.

2 Kommentare

  1. Vielleicht wird auch andersrum ein Schuh draus (http://tinyurl.com/csmzg5o):
    Wenn die Presseartikel (die ja trotzdem noch online sind) einem nicht mehr automatisch zufliegen, wird das Twitter, Blogs und Co. möglicherweise stärken, da sie ja schließlich die Webseiten der Zeitungen und Zeitschriften nach ihren Lieblingsthemen absuchen und verlinken.
    Diese Blogeinträge dürfen ja weiterhin von den Suchmaschinen gefunden werden.

  2. Hm, das ist nett, hier ein positives Potential zu sehen. Hoffentlich gibt es dann im Nachklapp kein Twitter-/Soziale Medien-Leistungsschutzrecht, das die Verlinkung nur mit Lizenz erlaubt. 😉
    Und Danke für den schönen Link auf diesen Redensarten-Index! 🙂