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„Angebotsende zum 31.12.2013“ – Internetbibliothek macht zu!

Irgendwie passt diese unterkühlte Überschrift „Angebotsende zum 31.12.2013“ zur Leidenschaftslosigkeit, mit der viele Projekte im Bibliothekswesen begraben werden. Zuerst der Hype und dann sang- und klanglos aufgegeben. Jetzt einmal nicht das wissenschaftliche Bibliothekswesen, sondern die Öffentlichen Bibliotheken, die mit der Deutschen Internetbibliothek (DIB) ein bundesweites Kooperationsprodukt beerdigen (nun gut, es ist namentlich der DBV, die kooperierenden ÖBs und das Bibliotheks-Servicezentrum Konstanz). [via ÖBBib: „10. Geburtstag und Ende“] Nun liegt dies parallel zu einer Diskussion im Bereich der Wissenschaftlichen Bibliotheken, inwieweit Virtuelle Fachbibliotheken umstrukturiert werden müssen, um mehr Nachfrage zu generieren.
Jedenfalls sollte man ab jetzt nicht mehr von „Lotsen im Informationsdschungel“ sprechen, wenn man die folgende Begründung ernst nehmen will:

„Mittlerweile ermöglichen der technische Fortschritt und der bessere Wissensstand den Nutzern, selbst relevante Angebote im Internet zu erkennen, so dass ein durch Bibliotheken geprüfter und kommentierter Linkkatalog nicht mehr notwendig erscheint.“

Komisch nur, dass das Vorbild der DIB, die Internet Public Library, immer noch angeboten und gepflegt wird – samt Auskunft …

5 Kommentare

  1. Wo steht denn diese Information zum Angebotsende? Auf den Seiten der DIB anscheinend nicht?! Obwohl die Infos zum Angebot ja recht transparent sind, im Gegensatz zu den Zahlen der meisten ViFas…

  2. Hast Recht, Edlef, die eigentliche Quelle fehlt: „10. Geburtstag und Ende“ in ÖBib.

  3. Pingback: Gelesen in Biblioblogs (33.KW’13) | Lesewolke

  4. Lieber Herr Plieninger,

    dem BSZ bleibt gar nichts andres übrig, als die Deutsche Intenetbibliothek zum 31.12.2013 aufzulösen; es sei denn, es finden sich noch mächtige Unterstützer! Wir, das BSZ, hätten sie sonst weitergeführt, aber schließlich müssen Anfragen da sein, die Bibliotheken müssen kontinuierlich antworten. Das BSZ hat die Deutsche Intenetbibliothek schließlich ohne finanzielle Beiträge anderer betrieben.

    Eines würde mich aber doch interessieren: wo haben Sie die in der Tat seltsame Formulierung her: “Angebotsende zum 31.12.2013″ ? Von uns jedenfalls nicht.

    Viele Grüße
    Marion Mallmann-Biehler