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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Neue Grenzen

Ein Artikel aus den USA [via teleread] Es gibt scheint’s Programme bei Amazon, bei denen Studierende verbilligt eBooks kaufen können – sie aber nicht über die Grenze eines Bundesstaats nehmen können ohne Gefahr zu laufen, den Rabatt zu verlieren.
Dazu paßt die Meldung eines Kollegen, der die IFLA-Tagung besucht

und unter dem Betreff DRM follies in einem Forum schildert, wie er alle eBooks, die er geladen hatte, verloren hat und erst in den USA wieder nachladen kann. In einem Fall war archive.org wenigstens der Notanker … [Ergänzung: Die Story auf deutsch in www.lesen.net]
Mobilität als Merkmal des modernen Lebens? Scheint in die Gegenrichtung zu gehen. Am besten bleibt man zu Hause, solange das WLAN funktioniert und genießt gesicherte Verhältnisse …

8 Kommentare

  1. also ich finde das alles etwas komisch.
    amazon nutzt mir seine marktmacht generell zu sehr aus, gerade was den e-book markt angeht.
    hier gibts noch mehr komische sachen zu amazon:
    http://www.nur-nachrichten.de/Amazon

  2. Amazon? Microsoft! Siehe „Trusted Computing“ und DRM:
    http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-08/trusted-computing-microsoft-windows-8-nsa

    • „Verwischt die Spuren!“ meinte Brecht. Sollte man nur aufpassen, dass man Smartphone und Drohnen hinter sich lässt, wenn man in die Wälder geht. Vielleicht sollte man Thoreaus „Walden“ wieder lesen – aktualisieren bräuchte man wahrscheinlich nichts.

      • Haha …
        Peepshow im Wald

        Und: In einem anderen Leben in einer anderen Stadt mussten Kollegen von mir beim großen Boss antanzen, weil die Auswertung des Wählerverzeichnisses ergeben hatte, dass sie bei der Bundestagswahl nicht gewählt hatten. Als Angehörige des öffentlichen Dienstes stünde ihnen eine Wahlenthaltung aber nicht frei, da sie zur aktiven Unterstützung der Demokratie aufgefordert sein. Im Wiederholungsfall Eintrag in die Personalakte etc. Wer etwas nicht tut, ist eben erst recht verdächtig.
        Fazit: Spuren legen, nicht verwischen! Müssen ja keine echten sein.

        • Falsche Spuren legen? Agieren wie ein/e Geheimagent/in? – Da muss ich nochmal Brecht zitieren mit dem Wort, Dass die Dummheit so gefährlich ist, weil sie den dumm macht, der ihr begegnet. – Verhält sich vielleicht daher die Öffentlichkeit rational, indem sie den Skandal des lapidaren Wegfalls von Grundrechten einfach ignoriert? „Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?“, nichts weiter als eine Episode von 100-200 Jahren? Und es schien doch für die Ewigkeit zu sein!
          Vielleicht mal wieder Brecht oder Brunners „Schafe blicken auf“ lesen …

        • Zum Thema, dass in Wäldern aktivierte Kameras versteckt werden, um Fußgänger ohne ihr Wissen zu fotografieren oder zu filmen, will ich nur eines sagen: ich kann das nicht glauben!
          Ich habe sonst auch noch nie darüber gelesen.
          Klar, dass man davon ausgehen muss, dass manche Jäger mit ihren dicken langen Ferngläsern manchmal wohin gucken, wo ihr Blick nicht angebracht sein mag, da Wälder Rückzugsorte für Zuflucht Suchende sind.
          Dabei beobachten, ist schlicht und einfach dermaßen „daneben“!
          Ist nicht einmal den Jägern und Förstern noch der Wald „heilig“?
          Also ich glaub´s nicht, dass das flächendeckend betrieben wird.

  3. Dass „Trusted Computing“ ein Weg sei, DRM durchzusetzen, ergibt zusammen mit dieser Meldung einen Sinn. Mann kann den Zugang zu E-Books – so verstehe ich das – dann an Ort, Zeit und Nutzungsbedingungen koppeln. Beispiel: Wer die Stadtgrenzen von Dresen verlässt, kann seine E-Books nicht mehr lesen. Automatisch. Schüler bekommen eine 15monatige Nutzerflatrate statt für 12 Monate, weil sich in den Ferien niemand für Winkelhalbierende interessiert. Die Nutzung wird auf Nachhilfemedien eingeschränkt, d. h. zusätzlicher Rabatt. Es könnte einen Buchmessenrabatt geben oder man könnte die Lizenzgebühren für Bestseller in den Sommerferien erhöhen. Man könnte den Zugang an die Nutzung in der Bahn mit einer Bahncard koppeln oder sich alles von Karstadt finanzieren lassen. Kundenkarte vorausgesetzt. Schulen mit einem solventen Förderverein könnten sich Nachhilfemedien finanzieren lassen und so im Wettbewerb gegen die armen Hanseln in der Nachbarstadt punkten. Einer muss den Laden schließlich dicht machen…

    P.S-: Im Hinblick auf den ersten Link in Ihrem Beitrag: Hier geht es um ausgeliehen („textbook rental programm“) E-Books, nicht um „gekaufte“.

    P.P.S: Statt Hoffman von Fallersleben lese ich Metz/Seeßlen

  4. Man könnte den Zugang an die Nutzung in der Bahn mit einer Bahncard koppeln oder sich alles von Karstadt finanzieren lassen. Kundenkarte vorausgesetzt. Schulen mit einem solventen Förderverein könnten sich Nachhilfemedien finanzieren lassen und so im Wettbewerb gegen die armen Hanseln in der Nachbarstadt punkten. Einer muss den Laden schließlich dicht machen…http://www.rebelmouse.com/visualimpactforwomenreview/