netbib weblog

Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

15 Kommentare

  1. Hat mal jemand geprüft, was der Spaß kostet? Wollte aus dem letzten Jahr 1 Artikel aus Heft 5 und 2 aus Heft 6. DeGruyter will 30,- € pro Artikel von mir!
    Das ging früher bequem und kostenlos als pdf via zlb. Jetzt heißt es in die Bibliothek gehen, Artikel kopieren, zu Hause einscannen und meinem privaten Archiv einverleiben.

    • Das scheint nicht weiter verwunderlich, sollen die Artikel doch „12 Monate nach Erscheinen“ OA gestelt werden, nicht „zu Beginn des Folgejahrs“. Erscheinungstermin des Heftes 1 war der 17. Januar 2013. Aktuell sind die Hälfte der Artikel dieses Heftes als OA bzw. „Freier Zugang“ markiert. Genauer gesagt: zwei Artikel sind OA und einer ist frei zugänglich, von insgesamt sechs Artikeln. Interna, Programme, Termine und Anzeigen zähle ich hier nicht zu den Artikeln.
      Die älteren Jahrgänge sind übrigens auf der Seite der ZLB momentan nicht mehr verfügbar und bei deGruyter nur kostenpflichtig einsehbar. Soviel zur Persitenz von OA.

  2. Was soll denn diese Mist-Meldung? Es ist doch ein Skandal, dass die älteren Ausgaben , die in der ZLB Open Access waren, bei De Gruyter nun GELD kosten! Wieso thematisiert niemand diese Ungeheuerlichkeit? Was ist das für eine erbärmliche verrottete Zunft, die zum Aufdecken von Misständen einen Außenseiter wie mich braucht?

    Zum Vergleich
    http://web.archive.org/web/20130817103857/http://www.zlb.de/aktivitaeten/bd_neu/heftinhalte2010/Bestandserhaltung010210_BD.pdf
    mit falschem Erscheinungsjahr
    http://dx.doi.org/10.1515/bd.2010.44.2.115

    Siehe auch
    http://archiv.twoday.net/stories/97070594/

    Daraus geht hervor, dass der BD nicht mehr nach 3 Monaten gratis OA sein sollte, sondern nach 1 Jahr. Faskt ist aber jetzt: ES IST NICHTS OA!!!!!

    • Sehr geehrter Herr Graf,
      eine Kollegin hat mich auf den Exkurs an dieser Stelle hingewiesen, der anscheinend durch zwei unserer Tweets ausgelöst worden ist. Zur Sache lässt sich sicher vieles sagen. Hier möchte ich jedoch anmerken, dass ich – bei aller berechtigten Kritik an der „Nicht-Verfügbarkeit“ der Bibliotheksdienstartikel sowie der mangelnden Persistenz der URLs – Ihre höchst emotionalen und wüsten Pauschalbeschimpfungen sehr unprofessionell finde.

      Es sind genau Kommentare dieser Art, die mich veranlasst haben, weder Inetbib noch Netbib Weblog regelmäßig zu lesen. Mir ist zwar klar, dass ich mit meinem Kommentar gegen mein Prinzip „don’t feed the trolls“ verstoße aber ich finde, dass auch im Social Web die normalen Umgangsformen gelten sollten.

  3. Die Aufsätze der Jahrgänge 1996 – 2000 sind im DBI-Archiv bei der DNB frei zugänglich:
    http://deposit.ddb.de/ep/netpub/89/96/96/967969689/_data_stat/www.dbi-berlin.de/dbi_pub/bd_art/bd_art.htm,
    während De Gruyter auch für diese älteren Jahrgänge eine Gebühr erhebt.
    Z. B. im Band 34, Heft 12 (Dez 2000)
    http://www.degruyter.com/view/j/bd.2000.34.issue-12/issue-files/bd.2000.34.issue-12.xml
    der Beitrag
    http://www.degruyter.com/view/j/bd.2000.34.issue-12/bd.2000.34.12.1951/bd.2000.34.12.1951.xml?format=INT
    versus DBI-Archiv
    http://deposit.ddb.de/ep/netpub/89/96/96/967969689/_data_stat/www.dbi-berlin.de/dbi_pub/bd_art/bd_2000/2000_all.htm
    und
    http://deposit.ddb.de/ep/netpub/89/96/96/967969689/_data_stat/www.dbi-berlin.de/dbi_pub/bd_art/bd_2000/00_12_02.htm.

    Im Produktinfo
    http://www.degruyter.com/view/j/bd?rskey=iSQEbP&result=18&q
    steht immerhin zu lesen: „Die Inhaltsverzeichnisse und die Mehrzahl der Aufsätze (Volltexte) 1996-2003 werden von der ZLB kostenfrei zum Download angeboten unter: http://bibliotheksdienst.zlb.de/„, was aktuell aber noch Zukunftsmusik ist.

    Im Übrigen ist mir schleierhaft, warum De Gruyter es im Produktinfo krampfhaft vermeidet, das Deutsche Bibliotheksinstitut (DBI) namentlich zu anzuführen: „Der BIBLIOTHEKSDIENST erscheint seit 1967 und wurde im Jahre 2002 von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) übernommen.“ – ja, vom wem wohl übernommen?

  4. Der Begriff Open Access sollte beschraenkt werden auf Dokumente, die ohne Embargofrist o.ae. von Anfang an frei zugaenglich sind gemaess CC-BY.
    Das zum Lesen freigeben, nachdem das Interesse genuegend abgeklungen ist, sollte also nicht OA genannt werden, sondern ‚post-aktuelle Zugaenglichkeit‘.
    Und hier gibt es noch eine Steigerung: die nicht eingeloeste blosse Behauptung von OA, oder wenigstens post-aktueller Zugaenglichkeit..

  5. Leider wurde der ZLB-Link aus der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek entfernt. Dann bin ich dem 1. von Frau Strauch dankenswerterweise angegebenen Link gefolgt und sehe auf der Seite des EDBI (für Nicht-Insider: ehemaliges Deutsches Bibliotheksinstitut) einen Hinweis auf die Jahrgänge ab 2001, die bei der ZLB gehostet sein sollen. Diesem Link wiederum folgend finde ich den Hinweis der ZLB „Die Hefte der Jahrgänge 1996 – 2012 sind vorübergehend nicht erreichbar. Wir arbeiten daran, diese für Sie in einem modernen Form bereitzustellen.“ Vor einigen Tagen standen m.E. die Hefte in moderner Form schon mal zur Verfügung, insgesamt halte ich es für einen unglückliches Vorgehen, die Hefte von der Seite der ZLB zu entfernen, bevor das neue Layout, das ich keineswegs besser fand, an den Start gehen konnte. Hoffentlich werden die neuen Links bzw. der neue Link von der ZLB in die entsprechenden Bestandsverzeichnisse wieder eingebracht.

  6. Danke für den wichtigen Hinweis! Vielleicht bringt der Mini-Shitstorm ja was. Angeblich ist es keine Absicht, sondern Unvermögen. Telefonischer Hinweis ist erfolgt: https://twitter.com/bckaemper/status/425948072930054144 Mal sehen.

  7. Technisches Unvermögen, das mehr als ein Jahr andauert? Halte ich für sehr unwahrscheinlich. Dafür rollen woanders Köpfe. Sieht für mich danach aus, als wenn man hofft, daß sich die Aufregung irdendwann legt, weil sich die Kundschaft daran abgearbeitet hat. Ich finde jedoch die Art, mit dem Inhalt anderer Geld zu machen, ziemlich unverschämt. Leider hört man überhaußt nichts von der ZLB, die doch hoffentlich einen entsprechenden Vertrag mit dem Verlag geschlossen hat und somit auf die Einhaltung desselben dringen müßte. Auch die Vielzahl der Autoren früherer Beiträge scheinen sich nicht zu Wort zu melden.

    • > Auch die Vielzahl der Autoren früherer Beiträge scheinen sich nicht zu Wort zu melden.

      Das ist natürlich ein guter Punkt. Ich habe jetzt mal bei Redaktion und Verlag angefragt und bin gespannt auf die Reaktion.

  8. In der EZB stehen die Jahrgänge 2006-2012 als frei verfügbar bei der ZDB. Die jahrgänge -2005 sind anscheinend noch in Arbeit. Statt mich aufzuregen, habe ich den Wikipedia-Artikel ausgebaut.

    • Immer noch nicht abrufbar, pdf-Dateien scheinen korrupt zu sein 🙁

      • Wenn man den ganzen Jahresband als pdf öffnet, klappt es, allerdings sind das mehr als 30 MB. Gestern konnte ich auch in den Heften navigieren, allerdings nicht mit Firefox.