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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

2 Kommentare

  1. So richtig wie wichtig! Ich erlaube mir mal ein Selbstzitat:

    Da Bibliotheken den Verlagen immer größere Summen für manchmal verschrobene Geschäftsmodelle für E-Books überweisen, sollten wir Bibliothekswesen verstärkte Aufmerksamkeit darauf lenken, wieviel freie Medien es schon gibt. Diese im Bibliothekskatalog nachzuweisen erfordert manchmal etwas Mühe, sollte aber gegenüber dem bequemen Einkauf von E-Book-Paketen nicht vernachlässigt werden.

    Und wie man z.B. anhand dieses Titels sieht, hat bisher noch keine weitere Bibliothek die beschriebene und wirklich einfache Methode genutzt, um massenhaft deutsche Forschungsberichte in den eigenen Katalog zu bekommen.

  2. Bereits jetzt gibt es viele Quellen die Nachweise für E-Medien (nicht nur E-Books) bereitstellen und die mit wenig Aufwand in eine lokale Suchumgebung eingebracht werden können. Das internationale Projekt Gutenberg (Dump, 44042 Titel) wurde in dem Artikel schon genannt. Weitere Quellen sind:

    – Directory of Open Access Books (OAI, 1666 Titel)
    – de.wikisource.org (HTML-Scratching, 18492 Titel)
    – Open Library (Dumps, 1222426 Titel)
    – Gallica (OAI, 1198908 Objekte)
    – Göttinger Digitalisierungszentrum (OAI, 85064 Titel)
    – HathiTrust (OAI, 1182308 Titel)
    – LoC (OAI, 242394 Objekte)
    – Münchener Digitalisierungszentrum (OAI, 924580 Titel)
    – National Libray of Australia (OAI, 233148 Objekte)
    – National Science Digital Library (OAI, 122928 Titel)
    – ZVDD (OAI, 296830 Titel)

    Daneben gibt es auch noch eine Vielzahl an Quellen mit OA Artikeln wie RePEC, Arxiv usw. die z.B. quasi alle in BASE vorhanden sind. Wenn man OAI-Quellen selbst aggregieren will, dann kann man das sehr einfach mit REPOX machen.

    Wir haben alle obengenannten Quellen in den KUG integriert, die mit OAI einheitlich via REPOX, und sind eigentlich auch ständig auf der Suche nach neuen Quellen mit freien E-Books 😉

    Forschungsartikel werden – bis auf unseren eigenen Hochschulschriftenserver – von uns an der USB Köln nicht aggregiert, da wir hierfuer den Ebsco Discovery Service nutzen und dort z.B. OAIster integriert ist.