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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Berufsbekleidung..

Librarian Wardrobe beschäftigt sich mit der Bekleidung von Bibliothekswesen und gibt außerdem noch nützliche Tipps für die richtige Wahl der Anziehsachen für besondere Anlässe, z.B. für Bewerbungsgespräche oder Feiertage.

Wer Lust hat kann eigene Bilder mit einem kurzen Text dort hochladen…

Passend dazu das Buch The Librarian Stereotype: Deconstructing Perceptions and Presentations of Information Work von Nicole Pagowsky und Miriam Rigby

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

Ein Kommentar

  1. Anfang der Achtziger sagte mein Praktikumsleiter, der Bibliothekar dürfe nicht herumlaufen wie ein Sparkassenangestellter um die Schwellenangst der Arbeiter gegenüber der Bibliothek abzubauen. Jeans und kariertes Hemd seien o.k. Ende der Achtziger wurden Bibliotheksuniformen diskutiert wegen der Corporate Identity und damit jeder Kunde wisse, wer hier nicht die Putzfrau ist. Die nachfolgenden Theorien waren bereits kostenpflichtig: Unser gut honorierter Change Manager, ein Sinus-Milieu-Connaisseur, sagte, man brauche einen zielgruppenorientierten Personalpool, z. B. eine junge Bibliotheksassistentin mit Nasenpiercing und Arschgeweih für den hedonistischen Performer und eine ältere Kollegin im beigen Kostüm mit 4711 für die traditionellen Konservativen. Der Trainer danach riet uns dringend davon ab: „Nein, auf keinen Fall!“. Gelingende Kommunikation setze irritationsfreies Uni voraus, grau oder schwarz und niemals gepunktet, kariert oder gestreift. Die Person müsse sich selbst zurücknehmen um der Produktbotschaft Geltung zu verschaffen. Alles andere schade dem Absatz.

    O.K., dachte ich, mausgraue Bibliothekare sind jetzt wieder der letzte Schrei.

    Schaunwermal, mit welchen akademischen Theorien oder unakademischen Kleiderschränken wir als nächstes die nackte Realität kaschieren.