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Anekdote zur Benennung von Studiengängen

„Merton“ – ich habe hier an den Soziologen Robert K. Merton gedacht, den Erfinder der Begriffe „Theorien mittlerer Reichweite“, „selbsterfüllende Vorhersage“ oder „Matthäuseffekt“, aber es handelt sich um einen anderen, der den Namensgeber für das neue Onlinemagazin des Stifterverbandes spielt. Einen Wirtschaftsmenschen und eben Stifter. So wie Carnegie, den wir im Bibliothekswesen kennen. Jedenfalls: Für den Newsletter sind etliche gute Leute geordert worden, unter anderem Katrin Passig, die ihren Beitrag zur Benennung von Studiengängen mit einer netten Anekdote über den Studiengang „Bibliothekswesen“ der FH Hamburg beginnt, der in den 90ern des vorigen Jahrhunderts in „Bibliotheks- und Informationsmanagement“ umbenannt wurde. – Diese FH, mittlerweile Department Information der HAW Hamburg, feiert übrigens dieses Jahr siebzig Jahre bibliothekarische Ausbildung in Hamburg mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen, deren erste, die Fachtagung „Move and Make – in/trans/formation durch Themen, Trends und Visionen“ uns hier doch glatt durch die Lappen gegangen ist. Wer weiß, vielleicht lässt sich durch Gebrauch des Twitter-Hashtags #infohh70 noch manches nachvollziehen? 😉

Ein Kommentar

  1. Es waren nicht 4% Männer sondern etwa 20% und die meisten waren auch nicht schwul. Damals dominierte bei Kommtillimoninnen das Attribut „verhaltensgestört“. Dann doch lieber schwul?

    Aus meinem hellblauen Poesiealbum, Einführungsveranstaltung am Fachbereich „Bibliothekswesen“, 1. Semester, Professor H., MÄNNLICH:

    „Sie werden hier in den nächsten Wochen und Monaten sehr oft das Wort „Bibliothekswissenschaft“ hören. Einige von ihnen, diejenigen, die das länger durchhalten, werden das Wort auch danach noch hören. Den Zahn muss ich ihnen ziehen: Es gibt keine Bibliothekswissenschaft und ich bin in Wirklichkeit auch kein Professor.“

    Das war der „Professor“ mit 99% Frauenanteil in den Seminaren.

    Das meiste dort Gelernte habe ich mit der Zeit vergessen und niemand vermisst es. Doch das mit der Wirklichkeit habe ich mir nutzbringend gemerkt und bin Zahnarzt geworden.