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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Akademisches Publikationssystem: hysterical mass publication

Ein schöner Einblick ins akademische Publizieren, welches hier im Guardian anhand eines Beispiels in einem Artikel geschildert wird. Wer hat hier schuld: Bibliothekare, Verleger, Autoren? Ist es derjenige, der die dicken Taschen hat? Sind es diejenigen, die die Mittel des Steuerzahlers in Form von Zeit oder Etatmittel verschwenden? Oder alle miteinander? Jedenfalls sind diese Mechanismen beim Bestandsaufbau zu berücksichtigen.

Ein Kommentar

  1. „Wer hat hier schuld: Bibliothekare, Verleger, Autoren?“

    Die Bibliothekare sicherlich nicht, aber die Bibliotheken. Sie sind schließlich die „Endabnehmer“, die bezahlen. Ohne sie würde dieses Geschäftsmodell nicht funktionieren.

    Diese Art von Publikationswesen rührt eben auch von der Abschaffung, bzw. Reduktion der Fachreferenten her, von pauschalen approval plans, schlecht geplanter standing order. Wann fing das eigentlich an, dass man sich die Buchtitel einfach so in die Bibliothek spülen ließ? In den Siebzigern? Plötzlich war da die Wand. Das nannte man dann Magazinkrise. Wenn die Bibliothek nur noch von Logistikern als eine Art Wurstfabrik betrieben wird, braucht man sich über die Folgen nicht zu wundern.