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Ein menschliches Maß im Umgang mit persönlichen Daten

„Kontrollverlust“ ist wohl der richtige Begriff für das, was den Umgang mit den eigenen Daten im Netz ausmacht. Der Text von Jürgen Fenn auf Albatros zur „Digitalen Unsterblichkeit“ erinnert daran und die beiden Links im zweiten Kommentar sind sehr lesenswert.

„Datensparsamkeit beginnt beim Benutzer. Das Web kennt kein menschliches Maß. Es erzwingt den Rückzug der User.“

Damit ist das Dilemmma der Nutzer benannt. Oder auf der Ebene der westlichen Gesellschaft kann man es so formulieren (dieses Zitat stammt jetzt aus dem im Kommentar verlinkten Beitrag von Gerhard Hack „Der Ekel vor dem Netz“ auf orf.at):

„Dieselben öffentlichen Figuren, zu deren Profil es vor nicht allzulanger Zeit gehörte, die permanente Bespitzelung – völlig zurecht – als typisches Merkmal totalitärer Ostblockregime zu brandmarken, verteidigen sie heute als neue Normalität im demokratisch verfassten Rechtsstaat, ja als Garant staatlicher Souveränität, (…).“

Schafe blicken auf.

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