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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

28.5.2017
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Was soll die Identifikation über ORCID?

Gunter Dueck, den ich immer mit „h“ hinter dem „t“ schreiben will, schreibt unter dem Titel „Hundemarken für Wissenschaftler?“ über den Sinn der Identifikation bei ORCID.
Was ORCID eigentlich ist und soll, beschreibt die DINI-Initiative ORCID.de.

Jürgen Plieninger, http://orcid.org/0000-0001-8678-2442 und bei Google Scholar https://scholar.google.de/citations?user=TT5uzmoAAAAJ&hl=en

26.5.2017
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Zugbibliothek

Vor vierzig Jahren fuhr der Orientexpress ein letztes Mal. Der Online-Spiegel schreibt über den Mythos und festigt ihn so zugleich. Zu Beginn 1883 habe der Zug auch über eine Bibliothek verfügt.
[Die Wikipedia in ihrem entsprechenden Eintrag spricht davon, dass der Luxuszug nach dem zweiten Weltkrieg in einen normalen Schnellzug verwandelt, der nach und nach auf die Strecke Straßburg – Wien verkürzt und als fahrplanmäßiger Zug 2009 eingestellt wurde. Von einer Bibliothek ist nicht die Rede.]

25.5.2017
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Archivportal-D nun im Regelbetrieb

„Auch nach dem offiziellen Auslaufen der DFG-Förderung Ende letzten Monats bleibt der Weiterbetrieb des Archivportals-D nachhaltig gesichert.“

[aus der Meldung des Archivportals D]

… man wünschte, das Bibliothekswesen hätte ein ähnliches Händchen bei der Bewahrung seiner zentralen Nachweismittel gehabt. b2i läßt grüßen …

24.5.2017
nach Olaf Brandt
1 Kommentar

Library of Congress gibt 25 Mio. bibliographische Datensätze frei

Die Library of Congress hat am 16. Mai 25 Mio. digitale Katalogsätze zum Download unter loc.gov/cds/products/marcDist.php frei gegeben. Siehe hierzu auch die Pressemitteilung.

Was freigegeben genau bedeutet müsste noch genauer durch eine Spezifizierung der Lizenz deutlich gemacht werden. Siehe hierzu auch diesen Tweet: https://twitter.com/fhuysmans/status/864824997960966147 Die MARC-Daten liegen ab dem Jahr 1968 bis zum Jahr 2014 kostenfrei vor, weitere sind derzeit nur gegen Entgelt zu bekommen.

Aus bibliothekarischer Sicht ist natürlich auch interessant, wie sich diese erste Freigabe von Daten entwickeln wird. Wird es eine einmalige Aktivität der LoC bleiben, oder werden weitere Freigaben von aktuellen Daten folgen? Wie werden sich die kommerziellen MARC Distribution Services weiter entwickeln? Diese Daten wären für vielerlei Nachnutzung wichtig, z.B. für den Einsatz in Bibliographien. Gut denkbar sind aber auch Approvalplanservices, die auf den Daten aufsetzen. Derzeit sind Fachreferenten ja noch auf die Durchsicht der gedruckten ABPR angewiesen. Außerdem wird man auch für Fachinformationsdienste spezifische Nutzungen entwickeln können, wie z.B. durch Nachnutzung von fachspezifischen Datenbereichen etc.

Die Library of Congress erhofft sich die weite Nachnutzung ihrer Daten auch durch die Durchführung von Hacking-Workshops. Diese auch in Deutschland durch Coding Da Vinci bekannten Workshops sind sicherlich eine interessante Möglichkeit zum Communitybuilding.

Wer sich die knapp 9 GB an bibliographischen Daten heruntergeladen hat und damit arbeiten möchte, kann sich ein von der UB Tübingen entwickeltes Tool herunterladen, das auf GitHub bereitliegt. Damit kann man die Datenmengen fachlich schnell durchsuchen und auch Records herauszuschreiben. Bei der fachlichen Suche setzt das Tool an den LoC Subecct Headings an. Der Durchsatz ist sehr gut, er liegt nach ersten Tests bei knapp unter 10 Mio. Records pro Minute.

23.5.2017
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Neuauflagen von Cycling for Libraries

Uff, das hat in diesem Jahr früh begonnen, so viel kann man sagen: 19. und 20. Mai rund um den Öresund, beginnend und endend in Kopenhagen. Aber es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Gelegenheiten, wie die Homepage der rollenden Unkonferenz ausweist: 18.-24. Juni um den Genfer See („la vélorution des bibliothèques“), 10.-13. September im Osten Belgiens und eine Gelegenheit ist noch nicht aufgeführt, denn auch das IFLAcamp am 17.-18. August in Wroclaw weist einen Tag „Cycling for Libraries“ auf.

30.4.2017
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Library 2.017: Mini-conference „Digital literacy & Fake news“ am 1. Juni

„We’re excited to announce our second of three Library 2.017 mini-conferences: „Digital Literacy & Fake News,“ which will be held online (and for free) on Thursday, June 1st, from 12:00 – 3:00 pm US-Pacific Daylight Time (click for your own time zone).
This event is being organized in partnership with futurist Bryan Alexander, who will serve as moderator for the opening panel and as the closing keynote speaker. Invited panelists and presenters will look deeply at the foundational relationship of libraries and librarians to media, information, and digital literacy.
We invite all library professionals, employers, LIS students, and educators to provide input and participate this event.“

Weitere Informationen zum kostenlosen Event gibt es auf der Homepage von Library 2.017.

28.4.2017
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Ein menschliches Maß im Umgang mit persönlichen Daten

„Kontrollverlust“ ist wohl der richtige Begriff für das, was den Umgang mit den eigenen Daten im Netz ausmacht. Der Text von Jürgen Fenn auf Albatros zur „Digitalen Unsterblichkeit“ erinnert daran und die beiden Links im zweiten Kommentar sind sehr lesenswert.

„Datensparsamkeit beginnt beim Benutzer. Das Web kennt kein menschliches Maß. Es erzwingt den Rückzug der User.“

Damit ist das Dilemmma der Nutzer benannt. Oder auf der Ebene der westlichen Gesellschaft kann man es so formulieren (dieses Zitat stammt jetzt aus dem im Kommentar verlinkten Beitrag von Gerhard Hack „Der Ekel vor dem Netz“ auf orf.at):

„Dieselben öffentlichen Figuren, zu deren Profil es vor nicht allzulanger Zeit gehörte, die permanente Bespitzelung – völlig zurecht – als typisches Merkmal totalitärer Ostblockregime zu brandmarken, verteidigen sie heute als neue Normalität im demokratisch verfassten Rechtsstaat, ja als Garant staatlicher Souveränität, (…).“

Schafe blicken auf.